Dortmund Devils gewinnen die Deutsche Hochschulmeisterschaft 2015

Gepostet am Aktualisiert am


Die Dortmund Devils siegen bei den adh Open im Flag Football in Ilmenau.

Am 31. Januar wurde in Ilmenau die offene deutsche Hochschulmeisterschaft 2015, die adh Open im Flag Football, ausgespielt. Anders als in den letzten Jahren fanden dieses Turnier zum ersten Mal im Winter statt und wurde deshalb in der Campus-Sporthalle der TU Ilmenau ausgetragen. Insgesamt fanden zehn Teams von acht Universitäten den Weg nach Thüringen: Neben zwei Teams des Gastgebers nahmen die Munich Spatzen, die Mainz Legionaries, die Mainz Elecorns und Teams aus Hamburg, Würzburg, Bamberg und Potsdam am Turnier teil. Der Turniermodus sah eine Vorrunde mit zwei Gruppen zu fünf Teams vor und anschließenden Platzierungsspielen, sowie Halbfinal-Partien der beiden Gruppenbesten. Die Devils wurden mit den Mainz Legionaries, den Ilmenau IlmRoosters 2, sowie den Teams aus Potsdam und Bamberg in eine Gruppe gelost.

Bei den letzten beiden Hochschulmeisterschaften, die 2011 (TU Dortmund) und 2012 (Uni Mainz) ausgespielt wurden, holten die Dortmunder_innen jeweils einen guten dritten Platz. Mit dem Titelverteidiger aus Mainz und dem Sieger von 2011, den Munich Spatzen, waren auch wieder die Top-Uni-Mannschaften Deutschlands im Teilnehmerfeld vertreten, welches durch viele neue Teams ergänzt wurde und zeigt, dass dieser schöne Sport wieder mehr an Beliebtheit gewinnt. Da die adh Open zwei Jahre nicht ausgespielt wurden, konnte kein Team als klarer Favorit ins Rennen gehen, gerade da sich auch keines der Teams bei dem Höhepunkt 2014, dem Big Bowl in Moerfelden-Walldorf, sonderlich gut gegen die sehr starke internationale Konkurrenz geschlagen hat.

Der Auftakt des Turniers für das Dortmunder Team war das Spiel gegen die Damenmannschaft aus Bamberg. Die Devils gewannen routiniert mit 47:6 das erste Gruppenspiel. Im zweite Gruppenspiel trafen die Devils auf das Team aus Potsdam, das mit nur sechs Spielern und Spielerinnen angereist war, und den Devils kein Paroli bieten konnte. Am Ende gewann das Team aus Dortmund ungefährdet mit 28:12, auch weil die Mannschaft aus Dortmund zu diesem Zeitpunkt schon ihre überragende Turnierform durchscheinen ließ und zu keinem Zeitpunkt die Konzentration verlor.

Das dritte Gruppenspiel gegen die Mainz Legionaries sollte erwartungsgemäß das Spiel um den Gruppensieg werden. Unbeeindruckt von vergangenem Aufeinandertreffen gingen die Dortmunder_innen mit demselben Fokus und Ehrgeiz in das Spiel, mit dem Potsdam zuvor souverän geschlagen wurde. Gleich im ersten Play des Spiels konnte die Dortmunder Defense den Ball der Mainzer abfangen. Es folgten fünf Touchdowns, vier Extrapoints und zwei weitere Interceptions. Mit einer sehr starken Leistung dominierten die Dortmunder_innen dieses Spiel, schlugen Mainz mit 34:7 und standen damit bereits vor dem letzten Vorrundenspiel als Gruppensieger fest. Gleichzeitig gewannen die Munich Spatzen in Gruppe A nach einer Niederlage gegen die Ilmenau IlmRoosters 1 ihr entscheidendes Spiel gegen das Team aus Hamburg und standen damit als Halbfinalgegner des Dortmunder Teams fest.

Im letzten Vorrundenspiel hieß der Gegner Ilmenau IlmRoosters 2. Obwohl das Spiel auf die Tabellenplatzierung keinen Einfluss mehr hatte, hielt das Team aus Dortmund die Konzentration weiter auf sehr hohem Niveau und besiegte Ilmenau 2 mit 33:0.

Im Halbfinale kam es somit zur Wiederauflage des Halbfinals von 2012. Damals konnten die Münchener eine hart umkämpfe Partie mit 25:19 für sich entscheiden. In der ersten Hälfte sah es auch wieder nach einem der typisch engen Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften aus: Eine spannende erste Hälfte endete mit einem erfolgreichen Drive der Dortmunder_innen zum Halbzeitstand von 19:14. Die Münchener begannen Halbzeit zwei mit ihrer Offense und nutzten die Möglichkeit, direkt zu antworten und mit 20:19 in Führung zu gehen, der anschließende Extrapunkt wurde jedoch von der Dortmunder Defense abgefangen. Die Dortmunder_innen drehten noch einmal auf und konnten auch die folgenden Drives der Spatzen mit Interceptions vorzeitig beenden, während die Dortmunder Offense in keinem Drive mehr zu stoppen war und weitere Punkte auf das Scoreboard zauberte. Es sollte sich zeigen, dass an diesem Tag die Dortmunder das bessere Team waren und den psychologischen Vorteil auf ihrer Seite hatten. So endete das Spiel bei einem Stand von 40:20 und nach zuletzt zwei Halbfinalniederlagen war der Finaleinzug besiegelt.

Im zweiten Halbfinale standen sich die Mainz Legionaries und die Ilmenau IlmRoosters 1 gegenüber. Die größte Überraschung des Turniers war vermutlich der Gastgeber selber, der eine hervorragende Leistung zeigte. Ilmenau setzte sich am Ende mit 26:19 gegen Mainz durch und zog in das Finale ein.

Nachdem in den vorherigen Spielen zu erkennen war, dass es durchaus von Vorteil sein konnte, das Spiel mit der Defense zu beginnen, da in den meisten Fällen die eigene Offense den letzten Drive der ersten Halbzeit und darauf direkt wieder einen Drive in Halbzeit zwei bekommen hat, entschieden sich die Dortmund Devils nach dem Gewinn des Coin Toss mit der Defense das Spiel zu starten. Diese Entscheidung sollte sich später noch auszahlen. Lange Zeit hielt die Devils Defense die Ilmenauer von der eigenen Endzone fern. Durch ein Missverständnis mit den Teammitgliedern an der Sideline kassierte die Defense dann doch noch den Touchdown und die ersten vier Minuten waren bereits von der Uhr genommen. Den Extrapoint konnte die Verteidigung allerdings souverän verhindern. Im folgenden, ersten Drive für die Dortmunder Offense, antworteten die Devils sehr schnell und erzielten mit einem gültigen Point-After-Touchdown die 7:6 Führung. Die Defense des Dortmunder Teams konnte Ilmenau auf ihrem zweiten Drive dann daran hindern, erneut in die Endzone zu gelangen und gaben der Offense noch einmal den Ball mit einer Minute auf der Uhr. Im ganzen Turnier konnte die Dortmunder Offense nur in zwei Drives bisher daran gehindert werden, Punkte zu erzielen und so sollte es auch bleiben. Mit auslaufender Uhr erzielten die Devils die 14:6 Führung und die Entscheidung, mit der Defense das Spiel zu beginnen, sollte sich auszahlen.

Die Devils Offense sollte also den großen Vorteil haben, die zweite Halbzeit zu beginnen und die Führung zu verdoppeln. Mit klugem Time-Management erzielten die Dortmunder_innen den nächsten Touchdown zum 21:6 und konnten fast vier Minuten von der Uhr spielen. Den Ilmenauern gelang die Antwort in ihrem ersten Drive der zweiten Halbzeit, sie verkürzten schnell auf 21:12 bei noch fünf Minuten auf der Uhr. Die Dortmunder Offense sollte im Finale weiter ungeschlagen bleiben und erhöhte wiederum auf 28:12. Mit noch 2:30 Minuten auf der Uhr mussten die Ilmenauer noch schnell zwei Touchdown, sowie zwei Two-Point Conversions erzielen. Der Defense der Dortmunder_innen gelang es, einen schnellen Touchdown zu verhindern und schafften es somit, weitere zwei Minuten von der Uhr zu spielen, bevor der dritte Touchdown des Spiels hingenommen werden musste. Den PAT konnte man wiederum zum dritten Mal verhindern. Beim Zwischenstand von 28:18 konnte die Offense nun die Uhr endgültig auslaufen lassen, während an der Sideline schon der Freudentaumel ausbrach.

Die Begeisterung war schier endlos, da mit einem so souveränen, dominanten und durchgängig konzentrierten Turnier sicherlich die Wenigsten gerechnet haben. Basis dieses Erfolgs war die total geschlossene, bärenstarke Mannschaftsleistung. Die Dortmunder Offense konnte im ganzen Turnier nur zweimal daran gehindert werden, einen Touchdown zu erzielen und über 77% der Extrapoints konnten verwandelt werden. Während die Offense selber keine einzige Interception im ganzen Turnier verursachte, konnte die Defense der Devils ganze 18 Mal den Ball des Gegners abfangen und dabei sogar fünf Mal selber den Touchdown erzielen. Einzig im Finale gegen die IlmRoosters 1 gelang keine Interception. Insbesondere im direkten Vergleich mit den anderen drei Halbfinalteilnehmer_n/innen zeigte sich die Überlegenheit der Devils: In den drei Partien gegen München, Mainz und Ilmenau 1 erspielten das Dortmunder Team insgesamt 102 Punkte, ließen nur 45 Punkte zu, erzielten dabei 15 Touchdowns, verwandelten mit 12 PATs 80% der Extrapunkte und konnten sieben Mal den Ball des Gegners intercepten. Über das ganze Turnier erzielten die Devils 210:63 Punkte und wurden verdientermaßen zum ersten Mal in ihrer Geschichte deutscher Hochschulmeister 2015.

Wir bedanken uns recht herzlich bei den Ilmenau IlmRoosters und speziell Oliver Braunsdorf für die Organisation und Durchführung dieses super Turniers, sowie bei den Salt Kings für die super Schiedsrichterleistung.

Dortmund Devils adh Open 2015 Kader: Clemens Weier, Dominic Bublitz, Fabian Pawlowski, Franziska Voigt, Fritz Rath, Josef Hölscheidt, Joshua Grodotzki, Mike Gösker, Philipp Würtz, Robert Ekelhof, Sebastian Sudholt, Steven Markert, Timo Frommann

Die Platzierungen:
10. Uni Bamberg
9. Uni Hamburg
8. Mainz Elecorns
7. TU Ilmenau IlmRoosters II
6. Uni Potsdam
5. Uni Würzburg
4. Mainz Legionaries
3. Munich Spatzen
2. TU Ilmenau IlmRoosters I
1. Dortmund Devils

Quelle Dortmund Devils

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