Bulldozer mit zu hoher Niederlage gegen Rheine

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bulldozer_2013_001Die Düsseldorf Bulldozer hatten am vergangenen Samstag die Rheine Raptors zu Gast. Gegen die Gäste aus dem Münsterland stand am Ende eine zu deutliche 6:33 (0:10, 6:10, 0:7, 0:6)-Niederlage zu Buche.

Schon die Vorzeichen der Partie standen alles andere als gut: die ohnehin verletzungsgeplagten Bulldozer mussten auch noch den Ausfall von Quarterback Dirk Hansen verkraften, der sich unter der Woche einen Bruch des Mittelhandknochens zugezogen hatte. So kamen der etatmäßige Wide Receiver Kai Becker und selbst Offense Coordinator Kofi Adomako als Spielmacher zum Einsatz.

Den Ausfall vieler Leistungsträger konnten die Bulldozer daher nicht vollständig kompensieren, auch wenn das Ergebnis eine deutlichere Sprache spricht, als es dem eigentlichen Spielverlauf gerecht wird.

Die Rheine Raptors wählten die Second-Half-Option beim Cointoss, konnten aber durch einen erfolgreichen Onside Kick direkt zu Beginn des ersten Quarters dennoch ihre Offense ins Spiel bringen. Die Raptors, u.a. mit Neuzugängen aus Osnabrück (GFL 2) oder Solingen (Oberliga) verstärkt, setzten die Defense in der Folge durch ihr flexibles Passspiel unter Druck. Der Lauf fand auf Rheiner Seite wenig statt oder wurde bis auf wenige Ausnahmen früh gestoppt.

Trotz des erfolgreichen Raptors-Passspiels schaffte es die Bulldozer-Defense, zunächst nur ein Fieldgoal zuzulassen. Im darauffolgenden Offense Drive der Bulldozer wurde der Ball jedoch von den Düsseldorfern nach einigen sehenswerten Spielzügen gefumblet. Bis zu diesem Zeitpunkt zeigte u.a. Halfback Jörg Engelstätter, der später verletzungsbedingt ausschied, eine sehr starke Leistung. Die Raptors nutzten die günstige Feldposition und erzielten den ersten Touchdown des Spiels nach einem tiefen Pass.

Im zweiten Quarter wurde der Raptors-Quarterback von der Defense Line beinahe gesackt. Er schaffte es aber dennoch, aus höchster Bedrängnis seinen Receiver zu bedienen, der den Ball 15 Yards vor der Endzone der Bulldozer fing. Die Raptors arbeiteten sich anschließend bis an die 1-Yard-Linie der Bulldozer vor. Den anschließenden Touchdown erzielte Rheines Quarterback Jeremy Konzack – letztes Jahr noch Starting Quarterback in Diensten der Solingen Paladins – durch einen Sneak kurzerhand selbst. Ein weiteres Fieldgoal schraubte das Ergebnis auf fast schon uneinholbare 0:20 hoch.

Doch die Bulldozer steckten nicht auf, kamen noch vor der Halbzeitpause ihrerseits zu Punkten: kraftvolle Läufe über die Runningbacks Erik Rotzsche und Assante Kwabena brachten die Bulldozer an die Endzone der Raptors heran. Schließlich nutzte Quarterback Kofi Adomako die mangelnde Zuordnung im Backfield der Rheiner und bediente Rookie-Wide Receiver Marius Wittig. Der Extrapunkt-Versuch schlug fehl, dennoch stand es jetzt nur noch 6:20.

In der Halbzeitpause appellierte die Coaching Crew um Matthias Klahr an die Ehre der Spieler und erinnerte daran, dass im Football alles möglich ist, auch das Aufholen eines solchen Rückstandes.

Die Bulldozer-Defense setzte die Aufforderung zu Beginn des dritten Quarters um, stoppte die gegnerischen Angriffsbemühungen mit Sacks und Tackles im Backfield durch Linebacker Pavel Volkov und Defense Liner Holger Baumeister-Warncke bereits früh. Und auch das Backfield war nun besser aufgestellt, ließ zunächst nur noch wenige Pässe zu.

Doch ein anschließender Fumble der Bulldozer-Offense, die insgesamt eine gute Partie bot, brachte die Raptors wieder in eine aussichtsreiche Feldposition. Für Punkte der Raptors sorgte daher direkt im Anschluss Wide Receiver Christopher Petrick, der einen Pass von Quarterback Jeremy Konzack in der Endzone fing und das Ergebnis auf 6:27 erhöhte.

Der Bulldozer-Offense war es in der Folge nicht mehr vergönnt, weitere Punkte zu erzielen, obwohl sie den Ball sehr schön über das Feld bewegte. Head Coach Matthias Klahr hatte vor dem Spiel angemahnt, dass seine Spieler sich vor allem selbst schlagen könnten, und so war es auch in diesem Spiel: das Team zeigte viele gute Ansätze und teilweise sogar Highlight-Spielzüge wie einen 30-Yard-Lauf von Assante Kwabena oder einen recoverten Punt von Defensive Back Jens Gehrmann. Doch Strafen, mangelnde Konzentration und vermeidbare Fehler in beiden Mannschaftsteilen brachten die Bulldozer um den Lohn ihrer Mühen.

Die Raptors ließen es in der Folge ruhiger angehen, gaben auch den unerfahrenen Spielern im Team Einsatzzeit. Die Bulldozer nutzten dies zu einem Quarterback-Sack durch Linebacker Thomas Seidel und eine Interception durch Safety Marius Steffen. Im letzten Spielviertel war es allerdings erneut Rheines Wide Receiver/Runningback Christopher Petrick, der einen Pass seines Quarterbacks in der Endzone fing und weitere Punkte für seine grün-schwarzen Farben erzielte.

Kurz vor Schluss kamen die Raptors noch einmal in Ballbesitz, hätten angesichts des Ergebnisses auch abknien und die Uhr auslaufen lassen können. Aber sie warfen alles nach vorne, um weitere Punkte zu erzwingen. Doch die Bulldozer-Defense ließ an diesem Tag nichts mehr zu. Mit dem zu hohen Endstand von 6:33 ging das Spiel zu Ende.

Hervorzuheben bleibt erneut die Leistung der Rookies wie Lukas Anicker und Marius Wittig (Wide Receiver), Michael Granderath (Offense Line) oder Nils Rehnen (Defense Line). Gemeinsam mit den erfahrenen Spielern im Team können sie noch eine wichtige Rolle für die Bulldozer in den kommenden Partien und darüber hinaus spielen.

Nach dem Abpfiff erinnerte Bulldozer-Cheftrainer Matthias Klahr an das Teamgefüge der Aufstiegsmannschaft von 2013 und an das Potenzial, dass in seinem Team stecke. Er verdeutlichte, dass die zukünftigen Spiele mit der Rückkehr zahlreicher Verletzter in den regelmäßigen Trainingsbetrieb schon ganz anders aussehen würden. Zugleich verlangte er absolute Disziplin und unbedingten Einsatz in den kommenden Trainingseinheiten.

Die nächste schwere Prüfung steht seinen Schützlingen bereits bevor: am 15. Juni geht es zum aktuellen Tabellenführer Münster Mammuts, die durch einen 26:12-Erfolg gegen die Siegen Sentinels aufhorchen ließen.

Die Bulldozer werden in den folgenden Trainingseinheiten alles daran setzen, ihre Fehler abzustellen, um in Münster für eine Überraschung zu sorgen und die ersten Punkte in dieser Spielzeit einzufahren.

Quelle: BULLDOZER

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